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Systemplanung

Produkte > ABS Absturzsicherung


4.1 Dachformen


4.2 Flachdächer bis max. 3°





4.3 Dächer bis 20°






4.4 Dächer über 20°






4.5 Flachdächer: Sonderformen






4.1 Flachdächer bis max. 3°
Raue, rutschsichere Deckung (Kies, etc.)

Festlegung des Absturzrisikos auf Dächern Risiko: Absturzgefahr an den Kanten

Rasche Instandhaltungseinsätze sind fast immer bei extremen Witterungsverhältnissen, wie Sturm, nachts, etc. erforderlich.
Somit kann in Extremsituationen auf dem gesamten Flachdachbereich Absturzrisiko bestehen. Deshalb sind auch die Zugänge zu den Sicherungseinrichtungen entsprechend abzusichern.









Risiko: Absturzgefahr an den Kanten
nicht durchbruchsichere Dachmaterialien / Lichtkuppeln



Gefahrenbereich Lichtkuppeln

Absturzhöhe nach innen prüfen


4.1.1 FLACHDACH/Einzelanschlagpunkt

Beispiel 1

ABS-Lock - Einzelanschlagpunkte im Abstand von ca. 7,50 m
(grössere Absturzhöhe erforderlich, viele Dachdurchdringungen)




Auf nicht durchbruchsicheren Dächern sind zusätzliche Sicherungsmassnahmen gegen Durchbruch anzuordnen.










Wenn der Abstand zwischen den Einzelanschlagpunkten 7,5 m beträgt, ist bei richtiger Anwendung die Freifallhöhe an der Traufe maximal 2,0 m. Siehe Beispiel rechts.
Bei Falschanwendung durch den Benutzer besteht jedoch ein Absturzrisiko bis 5,4 m Freifallhöhe. Siehe Beispiel oben.


4.1.2 FLACHDACH/Horizontalseilsystem


Beispiel 1
z.B.: ca. 370 lfm Seilsystem für 6175 m2  Dachfläche/ Stützenabstand etwa 10 m Lichtkuppelsicherung




4.2 FLACHDACH/Horizontalseilsystem


Beispiel 2

Kombination: Auffang- und Haltesystem z.B.: Seilsystem ca. 240 lfm


Bei wechselnden und geringen Absturzhöhen (Vordächer, Balkone, etc.) ist die PSA =
„Persönliche Schutzausrüstung“ entsprechend anzupassen.
Manchmal sind Absturzhöhen von 3,0 bis 5,0 m vorhanden und der Freiraum unter der Absturzkante reicht für eine theoretische Fallhöhenberechnung unter Berücksichtigung von Fallschutzdämpfung, Sicherheitsabstand, etc. nicht aus.

Seilsysteme werden von unterwiesenen Personen benutzt, es wird bei den vorgenannten Fallhöhen auf eine besondere Kennzeichnung zwischen Auffang- und Haltesystem verzichtet. Der geschulte Anwender ist insofern ausgebildet, dass er grundsätzlich die Verbindungsmittel zum Anschlagsystem so kurz als möglich hält, um die Höhe des freien Falles zu begrenzen. Wesentlich ist, dass durch die Verwendung eines Sicherungssystems die Verletzungsgefahr bei einem Arbeitsunfall minimiert wird.


HORIZONTAL-SEILSICHERUNG

Teilbereiche mit geringer Absturzhöhe


Bei geringen Absturzhöhen (Vordächer, Balkone, etc.) ist die PSA =
„Persönliche Schutzausrüstung“ entsprechend anzupassen.
Dazu können Halte- oder Rückhaltesysteme entsprechend den einschlägigen Normen oder Arbeitnehmerschutzbestimmungen verwendet werden.

Haltesystem EN 358/359
Bei der Haltefunktion soll ein freier Fall verhindert werden. Durch die richtige Verwendung der Absturzsicherung soll die Person erst gar nicht in die Situation, in der ein solcher freier Fall möglich ist, geraten.
Erreicht wird dies durch Einsatz von geeignetem Verbindungsmittel.

Jede Person die in absturzgefährdeten Bereichen tätig ist, muss selbst dafür sorgen, dass die verwendete PSA den erforderlichen Normen entspricht und die Verbindung zum Anschlagsystem so kurz als möglich gehalten wird, um gar nicht in die Situation eines Absturzes zu kommen.






BAUWERKSERRICHTUNG

Sicherung von Bauarbeiten an Ortgang oder Traufe

Aufgrund der einfachen Montagemöglichkeit ohne Spezialwerkzeug (keine hydraulischen Pressverbindungen) durch den geschulten Fachbetrieb können Horizontalseilsysteme entsprechend der Bauarbeiterschutzverordnung bereits bei der Bauerrichtung genutzt werden.

Diese Systeme stehen dann für Arbeiten an Ortgang oder Traufe
(z.B.: für Montagen der technischen Absturzsicherungen oder sonstige kurzfristige Arbeiten) und dann für die spätere Instandhaltung zur Verfügung.

Häufig sind technische Schutzeinrichtungen an diesen Absturzkanten bei der Ortgangausbildung oder beim Fassadenanschluss hinderlich oder müssen mehrfach umgesetzt werden. Damit ist ein zusätzliches Montagerisiko gegeben.

Ein ständig verfügbares Seilsystem bietet hier jederzeit optimale Arbeitssicherheit.



Beispiel 3 Kombination HORIZONTALSEILSYSTEM / EINZELANSCHLAGPUNKT AUSSERMITTIGE SEILFÜHRUNG.
Richtige Lage des Einzelanschlagpunktes EAP laut 2. Planungsgrundregel:






Sicherungssysteme Flachdach Systemvergleich

Beispiel 4 EINZELANSCHLAGPUNKT

22 Stk. Einzelanschlagpunkte
22 Stk. Stützen inkl. Wärmedämmhauben



Bewertung:
• viele Einzelanschlagpunkte und Dachdurchdringungen
• ungünstiger Einsatz bei Dachaufbauten und Abluftanlagen
• Fehlanwendungen möglich
• geringer Anwenderkomfort permanenter Wechsel der Anschlagpunkte


Beispiel 5 Kombination EINZELANSCHLAGPUNKT/HORIZONTALSEILSICHERUNG








100 lfm. Seilsystem
4 Stk. Einzelanschlagpunkte
12 Stk. Stützen inkl. Wärmedämmhauben



Beispiel 6 HORIZONTALSEILSICHERUNG


160 lfm. Seilsystem
14 Stk. Stützen inkl. Wärmedämmhauben -



Bewertung:
• optimale Arbeitssicherheit
• kurze Verbindungsmittel
• keine Fehlanwendung möglich
• wenige Dachdurchdringungen
• bereits in der Bauphase zur Ortgang- und Traufensicherung verwendbar



4.2 Dächer bis 20° Dachneigung


Risiko: Absturzgefahr an den Kanten.
nicht durchbruchsichere Dachmaterialien / Lichtkuppeln. Abrutschgefahr auf der gesamten Dachfläche.


4.2.1 Einzelanschlagpunkt / Sicherheitsdachhaken DH




Satteldach

Bei Abstand 5,0 m zwischen den Einzelanschlagpunkten beträgt die Freifallhöhe an der Traufe etwa 2 m bis 2,5 m.










Der Abstand vom EAP zur Traufe und zum Ortgang soll 2,5 m und 5,0 m betragen. Der Abstand zwischen den EAP soll max. 5,0 m betragen.



Pultdach




Auf nicht durchbruchsicheren Dächern sind zusätzliche Sicherungsmassnahmen gegen Durchbruch anzuordnen.



4.2.2 Horizontalseilsicherung bis 20° Dachneigung

Risiko: Absturzgefahr an den Kanten
nicht durchbruchsichere Dachmaterialien / Lichtkuppeln Abrutschgefahr auf der gesamten Dachfläche


Um die Sicherungssysteme nicht zu überlasten, muss bei geneigten Dachflächen durch geeignete Schneefänge das Abrutschen von Dachlawinen (Eis / Schnee) verhindert werden.


a) Satteldach/Horizontalseilsicherung
Schematische Darstellung:

Firstsystem Seilsystem auf der Dachfläche

  


EAP........... Einzelanschlagpunkt, Erfordernis lt. Planungsgrundregeln
  




b) Walmdach/Horizontalseilsicherung
Schematische Darstellung:






  




EAP.... Einzelanschlagpunkt
Erfordernis lt. Planungsgrundregeln




  


c) Pultdach/Horizontalseilsicherung
Schematische Darstellung:










EAP.... Einzelanschlagpunkt Erfordernis lt. Planungsgrundregeln



Geneigte Dächer Horizontalseilsicherungssystem

Firstsystem Seilsystem auf der Dachfläche






Kombination zwischen Dachhaken und Seilsicherungssystemen:












Im Steildachbereich ist es ideal für Streckenbegehungen Seilstrecken nur in der Nähe von Gehwegen (auch begehbaren Dachrinnen) anzuordnen. Seilstrecken am Steildachfirst sind nicht anzuraten, da im Steildachbereich eine Begehung des Daches mittels Dachauflegeleitern erfolgt. In der Steildachfläche sind Dachhaken sinnvoll.



4.3 Dächer über 20° Dachneigung

Risiko: Absturzgefahr an den Kanten
Abrutschgefahr auf der gesamten Dachfläche


4.3.1 Einzelanschlagpunkt/Sicherheitsdachhaken

Auf Dächern über 20° Dachneigung ist bei schlechten Witterungsverhältnissen und glatten Dachdeckungen der Einsatz von Dachauflegeleitern erforderlich.
Wir empfehlen deshalb bei Dächern ab 20° Dachneigung die vollflächige Montage von Sicherheitsdachhaken (zertifiziert nach EN 795) im Rastermass von horizontal 3,50 m und vertikal 5,00 m.


Auf eingehängte Dachauflegeleitern bis etwa 3,5 m Abstand können sichere Laufstege in einfacher und rationeller Weise auf der gesamten Dachfläche hergestellt werden.


Satteldach:







Auf nicht durchbruchsicheren Dächern sind zusätzliche Sicherungsmassnahmen gegen Durchbruch anzuordnen.



Walmdach:







Auf nicht durchbruchsicheren Dächern sind zusätzliche Sicherungsmassnahmen gegen Durchbruch anzuordnen.


4.3.2 Horizontalseilsicherung über 20° Dachneigung

Risiko Absturzgefahr an den Kanten
Abrutschgefahr auf der gesamten Dachfläche


Bei geneigten Dachflächen muss durch Schneefänge das Abrutschen von Dachlawinen (Eis/Schnee) verhindert werden um die Sicherungssysteme nicht zu überlasten.


Die gesicherte Begehung von Dächern mittels Horizontalseilsicherungs- system ist bei steiler Dachneigung und glatter Dachdeckung begrenzt. Bei Bedarf sind Laufstege und Trittstufen zu montieren.


Die Kombination von Horizontalseilsicherungssystemen und Sicherheitsdachhaken ist häufig die optimale Lösung.



4.4 Flachdächer: Sonderformen


Beispiel:









Kombination von Horizontalseilsystem und Einzelanschlagpunkt







zusätzliche Einzelanschlagpunkte

zusätzliche Einzelanschlagpunkte




EAP.... Einzelanschlagpunkt
Erfordernis lt. Planungsgrundregeln

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